Google hat Ende April 2026 einen neuen Leitfaden für die Optimierung auf generative KI-Suchfunktionen veröffentlicht. Die zentrale Botschaft ist erfrischend simpel — und für viele SEO-Experten vielleicht enttäuschend langweilig.
Der Leitfaden räumt mit einem Hype auf, der seit Monaten durch die Branche geistert: AEO (Answer Engine Optimization) und GEO (Generative Engine Optimization). Diese Begriffe suggerieren, dass Website-Betreiber ganz neue Strategien brauchen, um in KI-gestützten Suchergebnissen sichtbar zu bleiben.
Google sagt dazu klar: Nein. Das alles ist nicht nötig.
“From Google Search’s perspective, optimizing for generative AI search is optimizing for the search experience, and thus still SEO."
Die alten Regeln gelten weiterhin. Punkt.
Der Leitfaden wiederholt bewährte Praktiken, die seit Jahren Standard sind:
• Eindeutiger, wertvoller Content mit eigenem Blickwinkel — keine Zusammenfassungen dessen, was eh schon überall steht • Klare technische Struktur: Crawlbare Seiten, semantisches HTML, schnelle Ladezeiten • Qualitative Bilder und Videos, die den Text unterstützen • Fokus auf die Nutzer, nicht auf Algorithmus-Tricks
Google listet explizit Dinge auf, die aktuell diskutiert werden, aber keine Wirkung haben:
• LLMS.txt-Dateien und andere “spezielle” Markups für KI-Systeme • “Chunking” — Inhalte in winzige Häppchen zu zerlegen • Neue Dateiformate oder KI-spezifische Textdateien
Google crawlt zwar viele Dateitypen, aber behandelt sie nicht anders als normalen Webcontent.
Der Leitfaden ist in Wahrheit ein Plädoyer für Gelassenheit. Wer gute Webseiten betreibt — also technisch sauber aufgebaut, mit hilfreichem Content für echte Menschen — muss für die KI-Ära nichts Neues lernen. Die ganze GEO-Diskussion ist Industrie-Noise, keine echte Notwendigkeit.
Quelle: Google Search Central – Optimizing for generative AI